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Programmhinweis

Samstag, 26. November 2016 um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern

Mama trinkt jetzt nicht mehr

 


Rund 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen in einer Familie auf, in der Alkohol und Drogen ein Problem sind. Das ist jedes 6. Kind unter 18 Jahren. Etwa ein Drittel dieser Kinder ist stark gefährdet, später selbst abhängig zu werden. Ein weiteres Drittel entwickelt psychische Störungen, wie Depressionen, Angst-oder Zwangsstörungen. Nur ein Drittel übersteht so eine Kindheit vergleichsweise unbeschadet.

In einer kleinen Fachklinik in Legau im Allgäu finden alkoholkranke Mütter gemeinsam mit ihren Kindern den Weg zurück in ein Leben ohne Alkohol. In vier Monaten Entwöhnungsbehandlung lernen die Frauen, wie sie ihr Leben von Grund auf ändern und die Beziehungen zu ihren Kindern stärken können. Beim Spazierengehen über saftige Weiden, beim gemeinsamen Kochen, beim Eis Essen im Freibad und mit intensiver therapeutischer Begleitung stellen sie sich ihrer Sucht. Die große Nähe zu ihren Kleinen gibt den Müttern zusätzliche Kraft für ihre Behandlung und den Kindern Raum neues Vertrauen aufzubauen. Während die Mütter ihre Krankheit in Gruppen-, Sport- oder Traumatherapie aufarbeiten, werden die Kinder von erfahrenen Fachkräften betreut.

Lebensformen-Autorin Sally Büthe hat zwei Mütter mit ihren Kindern und eine Schwangere wäh-rend ihres Aufenthaltes in Legau mit der Kamera begleitet. Katharina mit ihrem 5-jährigen Sohn Mael, Suzie mit Sohn Leon, 6 Jahre, und die schwangere Elisabeth erzählen, wie sie alkoholabhän-gig wurden und warum sie unbedingt von ihrer Sucht loskommen wollen.

Einrichtungen wie diese kleine, familiäre Klinik in Legau können gute Erfolge verzeichnen und doch hat deutschlandweit im Schnitt nur jedes 100. Kind, das in einer suchtbelasteten Familie auf-wächst, die Chance in die Therapie eines erkrankten Elternteils miteinbezogen zu werden.

Redaktion Heike Springer

Samstag, 29. Oktober 2016 um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern

Frischer Sound aus München

 

Gerd Baumann ist Professor für Filmmusik, Mehmet Scholl Ex-Fußball-Star und Till Hofmann Kulturveranstalter: drei Münchner, die es sich mit ihrem Musiklabel „Millaphon Records“ zur Aufgabe gemacht haben, regionale Indie-Bands und Musiker zu entdecken. Im Musikclub „Milla“ bieten sie die Bühne für erste Auftritte und bringen die Musik an ihre Hörer. Hannes Ringlstetter oder Dreiviertelblut haben sie bekannt gemacht, andere sind bereits auf dem Sprung zum Erfolg. Ganz frei nach dem Millaphon-Motto: Indie gut, alles gut!

Ein Film von Martin Schwimmer und Dominik Utz

Redaktion Heike Springer

 

Samstag, 22. Oktober 2016 um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern

Herr und Frau Luther

Ein Film von Monika Manoutschehri

Im Juni des Jahres 1525 heiraten Katharina von Bora und Martin Luther im Schwarzen Kloster in Wittenberg. Nicht nur für Luthers erbitterte Gegner ein Skandal. Der ehemalige Mönch und die entlaufene Nonne treten vor den Traualtar. Für den bereits berühmten Reformator und seine fast 20 Jahre jüngere Braut ist es keineswegs eine Liebesheirat.

Nachdem Katharina von Bora zwei Jahre zuvor mit Luthers Hilfe aus dem Kloster Nimbschen nach Wittenberg geflohen war, verliebt sie sich zunächst in den Studenten Hieronymus Baumgartner, dessen Eltern jedoch eine Heirat verhindern. Nach weiteren erfolglosen Vermittlungsversuchen trifft die selbstbewusste Katharina dann ihre Wahl selbst: Wenn sie schon heiraten müsse, dann entweder Nikolaus von Amsdorf, einen Freund Luthers, oder den Doktor persönlich.

Martin Luther pflegt zu jener Zeit sein Leben als Junggeselle im Augustinerkloster und hält nicht viel von Frauen. Und doch nimmt er Katharinas Antrag an. Vielleicht reizt den Rebellen gerade das Aufsehen, das diese Verbindung in der Öffentlichkeit erregt.

Katharina macht dem Namen Lutherin bald alle Ehre. Sie verwandelt das Schwarze Kloster in ein wohnliches Heim, verwaltet und bewirtschaftet die umfangreichen Ländereien, versorgt die ge-meinsamen Kinder, zahlreiche Gäste, Studenten, Gelehrte, Kurfürsten und Herzöge. Das Haus Lu-ther wird zur Pilgerstätte der Reformation.

Schon bald bezeichnet Luther sie in den Briefen, die er von seinen vielen Reisen an Katharina richtet, zärtlich und humorvoll zugleich als meine herzliebe Käthe, Doktorin Lutherin, mein Morgenstern zu Wittenberg, meine Gebieterin, mein Herr Käthe.

Filmemacherin Monika Manoutschehri will mehr wissen über die Beziehung zwischen „Herrn und Frau Luther“. Sie trifft unter anderem Elisabeth Hann von Weyhern und Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche, die sich die Stelle des Nürnberger Regionalbischofs teilen, den Leipziger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Armin Kohnle und die Katharina von Bora-Expertin und Pfarrerin Dr. Sabine Kramer. Luthers Testament, in dem er Katharina - entgegen damaliger Gepflogenheiten - als Alleinerbin einsetzt, betrachtet Dr. Sabine Kramer als Liebeserklärung.