Logo
frontkind socialb.jpg front willkommen.jpg frontbild paar.jpg


Sehr geehrter Besucher, www.lebensformen-tv.de wird derzeit umgebaut. Während dieser Umbauphase finden sie hier eine Ansicht mit reduzierten Inhalten.
Wir freuen uns darauf Ihnen bald die neue Lebensformen Website präsentieren zu können.
Programmhinweis
 
 
 

Dienstag, 27. Dezember 2016 um 17:30 Uhr auf SAT.1 Bayern

Von Mensch zu Mensch

 
Petra Spencer - Ein Portrait
Ein Film von Lia Jaspers

Petra Spencer (56) arbeitet in den Werkstätten der Pfennigparade in Unterschleißheim. Die Arbeit mit behinderten Menschen sieht sie als Glücksfall für sich selbst. Petra Spencer hat keine einfache Lebensgeschichte. Kurz nach der Geburt von ihrer leiblichen Mutter im Krankenhaus zurückgelassen, wächst sie in einer Familie mit 14 anderen Kindern in einem SOS-Kinderdorf in der Nähe von Hamburg auf. Sich nicht geliebt zu fühlen, ist etwas, was Petra Spencer nur zu gut kennt, auch wenn sie bei ihrer „Kinderdorf-Mutter“ Halt und Geborgenheit fand. Nach der Schule macht sie eine Ausbildung zur Bandagistin. Die dort erlangten Kenntnisse in Orthopädietechnik , ihre große soziale Kompetenz und die handwerkliche Begabung nutzt sie heute um alle Teilnehmer der Unterschleißheimer Werkstätten in den Arbeitsprozess miteinzubinden. Mit ihren selbst konstruierten und gebauten Hilfsmitteln aus Holz, Pappe und Metall können somit alle, egal welche körperliche Einschränkung sie haben, die anfallenden Arbeiten erledigen. Das steigert zum einen das Selbstbewusstsein dieser Menschen, zum anderen die Produktivität der Werkstätten. Von Mensch zu Mensch einander auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam Hand in Hand für etwas zu arbeiten, das ist Petra Spencers Motto. Nicht selten sieht man sie selber an den Tischen mitarbeiten.

Redaktion Heike Springer

 
 
 
 

Samstag, 17. Dezember 2016 um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern

O Tannenbaum

 


Der älteste schriftliche Nachweis für einen dekorierten Weihnachtsbaum in Deutschland stammt aus dem Jahr 1527. Frühe Dekorationsformen waren Äpfel, Nüsse, Lebkuchen, Papierblumen, Zuckerstangen und manchmal sogar Käse und Wurst, die von den Kindern geplündert werden durften. Die Lichter fehlten anfangs an den Bäumchen. Bienenwachs war unglaublich teuer und somit nur dem Adel vorbehalten. Erst mit der Erfindung des Stearin zu Beginn des 19. Jahrhunderts fanden auch in den bürgerlichen Stuben Kerzen ihren Platz am Weihnachtsbaum. Diese und viele andere Geschichten rund um Schmuck und um Verbreitung des Christbaumes erzählt uns Felicitas Höptner vom Weihnachtsmuseum in Rotheburg ob der Tauber.

Der Weihnachtsbaumgroßhändler Markus Schauer aus Oberhaching handelt jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit mit mehreren zehntausend Christbäumen aus der Region, aus ganz Deutschland und aus Dänemark. Er erzählt uns unter anderem, wo das Saatgut für die beliebten Nordmanntannen herkommt und dass die Ökobilanz der importierten Bäumchen weitaus besser ist als ihr Ruf.

Hans Adlberger vom Christbaumhof Rauchenberg in der Nähe von Bad Aibling baut seit über 30 Jahren Christbäume an. An den Adventsonntagen veranstalten er und seine Familie einen gemütlichen Weihnachtsmarkt mit Kutschen- und Schlittenfahrten, Bratwurstsemmeln und Glühwein. Viele Familien ziehen dann mit Schubkarre und Säge los und fällen ihr Christbäumchen selbst. „Jede Pflanze braucht auch eine gewisse Liebe“, sagt der Landwirt Hans Adlberger, „deshalb kann man schon mal mit den Bäumen reden“.

Moderation Christine Büttner

Filmbeiträge Eva Arnold

Redaktion Heike Springer

 
 
 
 

Samstag, 26. November 2016 um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern

Mama trinkt jetzt nicht mehr

 


Rund 2,7 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland wachsen in einer Familie auf, in der Alkohol und Drogen ein Problem sind. Das ist jedes 6. Kind unter 18 Jahren. Etwa ein Drittel dieser Kinder ist stark gefährdet, später selbst abhängig zu werden. Ein weiteres Drittel entwickelt psychische Störungen, wie Depressionen, Angst-oder Zwangsstörungen. Nur ein Drittel übersteht so eine Kindheit vergleichsweise unbeschadet.

In einer kleinen Fachklinik in Legau im Allgäu finden alkoholkranke Mütter gemeinsam mit ihren Kindern den Weg zurück in ein Leben ohne Alkohol. In vier Monaten Entwöhnungsbehandlung lernen die Frauen, wie sie ihr Leben von Grund auf ändern und die Beziehungen zu ihren Kindern stärken können. Beim Spazierengehen über saftige Weiden, beim gemeinsamen Kochen, beim Eis Essen im Freibad und mit intensiver therapeutischer Begleitung stellen sie sich ihrer Sucht. Die große Nähe zu ihren Kleinen gibt den Müttern zusätzliche Kraft für ihre Behandlung und den Kindern Raum neues Vertrauen aufzubauen. Während die Mütter ihre Krankheit in Gruppen-, Sport- oder Traumatherapie aufarbeiten, werden die Kinder von erfahrenen Fachkräften betreut.

Lebensformen-Autorin Sally Büthe hat zwei Mütter mit ihren Kindern und eine Schwangere wäh-rend ihres Aufenthaltes in Legau mit der Kamera begleitet. Katharina mit ihrem 5-jährigen Sohn Mael, Suzie mit Sohn Leon, 6 Jahre, und die schwangere Elisabeth erzählen, wie sie alkoholabhän-gig wurden und warum sie unbedingt von ihrer Sucht loskommen wollen.

Einrichtungen wie diese kleine, familiäre Klinik in Legau können gute Erfolge verzeichnen und doch hat deutschlandweit im Schnitt nur jedes 100. Kind, das in einer suchtbelasteten Familie auf-wächst, die Chance in die Therapie eines erkrankten Elternteils miteinbezogen zu werden.

Redaktion Heike Springer

 
 
 
 

Samstag, 29. Oktober 2016 um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern

Frischer Sound aus München

 

Gerd Baumann ist Professor für Filmmusik, Mehmet Scholl Ex-Fußball-Star und Till Hofmann Kulturveranstalter: drei Münchner, die es sich mit ihrem Musiklabel „Millaphon Records“ zur Aufgabe gemacht haben, regionale Indie-Bands und Musiker zu entdecken. Im Musikclub „Milla“ bieten sie die Bühne für erste Auftritte und bringen die Musik an ihre Hörer. Hannes Ringlstetter oder Dreiviertelblut haben sie bekannt gemacht, andere sind bereits auf dem Sprung zum Erfolg. Ganz frei nach dem Millaphon-Motto: Indie gut, alles gut!

Ein Film von Martin Schwimmer und Dominik Utz

Redaktion Heike Springer

 
 
 
 
 

Samstag, 22. Oktober 2016 um 17:00 Uhr auf SAT.1 Bayern

Herr und Frau Luther

Ein Film von Monika Manoutschehri

Im Juni des Jahres 1525 heiraten Katharina von Bora und Martin Luther im Schwarzen Kloster in Wittenberg. Nicht nur für Luthers erbitterte Gegner ein Skandal. Der ehemalige Mönch und die entlaufene Nonne treten vor den Traualtar. Für den bereits berühmten Reformator und seine fast 20 Jahre jüngere Braut ist es keineswegs eine Liebesheirat.

Nachdem Katharina von Bora zwei Jahre zuvor mit Luthers Hilfe aus dem Kloster Nimbschen nach Wittenberg geflohen war, verliebt sie sich zunächst in den Studenten Hieronymus Baumgartner, dessen Eltern jedoch eine Heirat verhindern. Nach weiteren erfolglosen Vermittlungsversuchen trifft die selbstbewusste Katharina dann ihre Wahl selbst: Wenn sie schon heiraten müsse, dann entweder Nikolaus von Amsdorf, einen Freund Luthers, oder den Doktor persönlich.

Martin Luther pflegt zu jener Zeit sein Leben als Junggeselle im Augustinerkloster und hält nicht viel von Frauen. Und doch nimmt er Katharinas Antrag an. Vielleicht reizt den Rebellen gerade das Aufsehen, das diese Verbindung in der Öffentlichkeit erregt.

Katharina macht dem Namen Lutherin bald alle Ehre. Sie verwandelt das Schwarze Kloster in ein wohnliches Heim, verwaltet und bewirtschaftet die umfangreichen Ländereien, versorgt die ge-meinsamen Kinder, zahlreiche Gäste, Studenten, Gelehrte, Kurfürsten und Herzöge. Das Haus Lu-ther wird zur Pilgerstätte der Reformation.

Schon bald bezeichnet Luther sie in den Briefen, die er von seinen vielen Reisen an Katharina richtet, zärtlich und humorvoll zugleich als meine herzliebe Käthe, Doktorin Lutherin, mein Morgenstern zu Wittenberg, meine Gebieterin, mein Herr Käthe.

Filmemacherin Monika Manoutschehri will mehr wissen über die Beziehung zwischen „Herrn und Frau Luther“. Sie trifft unter anderem Elisabeth Hann von Weyhern und Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche, die sich die Stelle des Nürnberger Regionalbischofs teilen, den Leipziger Kirchenhistoriker Prof. Dr. Armin Kohnle und die Katharina von Bora-Expertin und Pfarrerin Dr. Sabine Kramer. Luthers Testament, in dem er Katharina - entgegen damaliger Gepflogenheiten - als Alleinerbin einsetzt, betrachtet Dr. Sabine Kramer als Liebeserklärung.