|
Wenn Kinder still geboren werden |
|
|

15 bis 20 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt. Für viele Betroffene ist das eine traumatische Erfahrung, über die gleichwohl nicht gesprochen wird. Von den Müttern nicht, weil sie den Abort oder die Totgeburt als persönliches Versagen empfinden. Vom Umfeld nicht, weil es das Kind nicht als existierend erlebt hat. Angehörige, Nachbarn und Kollegen spielen den Schmerz herunter − in der irrigen Hoffnung, dass er dann geringer wird oder schneller vergeht.
Kathrin, 36, hat in der 17. Schwangerschaftswoche ihre Zwillinge verloren. Im Magazin Lebensformen erzählt sie, warum sie um ihre beiden Mädchen trauert und wie sie diese schmerzhafte Erfahrung langsam in ihr Leben integriert hat.
Traurigkeit, Verzweiflung und Leere nach einer Fehlgeburt brauchen einen Ort. Die schmerzhaften Gefühle wollen durchlebt werden. Autorin Kirsten Wächter fragt Mediziner und Hebammen, Bestattungsmeisterin und Trauerbegleiter, wie sich Abschied nehmen lässt von einem still geborenen Kind. Anders als noch vor wenigen Jahren dürfen betroffene Eltern ihr totes Kind sehen, berühren, ankleiden − wenn sie das möchten. Im Trauerprozess unterstützen und begleiten die Selbsthilfegruppen des Bundesverbandes Verwaister Eltern e.V. und der Initiative Regenbogen: Glücklose Schwangerschaft e.V. Eine solche Gruppe leitet in München Dr. Franziska Offermann, die die Lebensformen-Moderatorin Christine Büttner zum Studiogespräch eingeladen hat.
Filmbeiträge von Kirsten Wächter Moderation Christine Büttner Studiogast Dr. Franziska Offermann, "Verwaiste Eltern" e.V.
|