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Vom 12. bis 16. Mai 2010 laden Protestanten und Katholiken zum 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) nach München ein. Welche Stolpersteine auf dem Weg zur Einheit der Kirchen noch liegen, Stichwort: gemeinsames Abendmahl, erwies sich 2003 beim ersten ÖKT in Berlin.
Für das Magazin Lebensformen sah sich Axel Mölkner-Kappl in bayerischen Gemeinden um, wie weit dort die Ökumene gediehen ist. In Putzbrunn etwa, südlich Münchens, feiern katholische und evangelische Christen seit 16 Jahren unter einem gemeinsamen Dach, dem ihres Gemeindezentrums. Zur Kirchweih, am Osterfeuer, bei der Kinderbibelwoche sitzen die Gläubigen aus St. Stephan und St. Martin einträchtig nebeneinander. Im Sonntagsgottesdienst nehmen Protestanten (aus gemischt-konfessionellen Ehen) die katholische Kommunion. An die große Glocke hängt man das nicht. Unüberhörbar dagegen tönen die Posaunen, wenn die Katholiken aus dem Dekanat Auerbach mit den Protestanten aus dem Dekanat Pegnitz gemeinsam auf Pilgerschaft gehen. Wenn Jesus im Johannesevangelium für die Jünger betet: „damit sie alle eins seien“, dann umfasst das heute auch die orthodoxen Kirchen. Aus Anlass der Interkulturellen Woche haben die beiden Münchner Ortsbischöfe einen symbolischen Anfang gemacht: In der mit Ikonen reich verzierten Hauptkirche der 30.000 Münchner Griechen haben sie zusammen mit dem griechisch-orthodoxen Metropoliten Pater Apostolos Malamoussis im Gottesdienst eine Ikone zusammengesetzt. Axel Mölkner war für die „Lebensformen“ dabei. Wie das Miteinander der Konfessionen gelingen kann, darüber sprechen auch die beiden Studiogäste: Das Getrennte kann zu mehr Einheit nur finden „wenn man sich in den anderen hineinversetzt, sich mit gegenseitiger Wertschätzung begegnet – wenn man also ökumenische Empathie lebt“, so der katholische Theologe Armin Wouters.

Filmbeiträge von Axel Mölkner-Kappl
Moderation: Lui Knoll
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