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Social Business - Gute Geschäfte

In der Finanz- und Wirtschaftskrise offenbart der Kapitalismus seine Fratze. Dass es auch anders geht, hat Muhammad Yunus mit den Mikro-Krediten seiner Grameen Bank vorgemacht. Dafür bekam der Wirtschaftsprofessor den Friedensnobelpreis und blieb dennoch bescheiden. Ein Jahr nach der Lehman-Pleite stellt das Magazin Lebensformen zwei Projekte in München vor, die aus sozialen Problemen ein „gutes Geschäft“ für alle Seiten machen: Social Business heißt der Trend.

 

Weil viele berufstätige Eltern eine zeitlich flexible Betreuung schon für die Jüngsten zu moderaten Preisen suchten und nicht fanden, gründete Björn Czinczoll, 37, vor elf Jahren den Verein Kinderzentren Kunterbunt. Seine mittlerweile 20 Kinderkrippen kennen keine Schließzeiten im Sommer, sind sechs Tage die Woche zwölf Stunden geöffnet und orientieren sich konsequent am Bedarf der Eltern. Dafür wurde er 2006 Social Entrepreneur Germany.
Auf der Kinderkrebsstation des Schwabinger Krankenhauses müssen manche Kids Wochen, ja Monate bleiben. Für die notwendige psycho-soziale Betreuung kommt die Krankenkasse nicht auf. Deshalb entwickelten Michaela Nachtrab und die musikbegeisterte Erzieherin Veronika Baumgärtner die Idee, gemeinsam mit den kranken Jugendlichen übers Internet Musik-CDs zu kompilieren, die der Verein Social Affairs dann in größerer Stückzahl produziert und als Give-aways zu Werbezwecken vertreibt. Aus dem Verkaufserlös der Musikscheiben kann die pädagogische Arbeit in der Kinderkrebsstation finanziert werden und die Kids gewinnen eine Perspektive für die Zeit ihres Aufenthalts.

 

Moderiert wird Lebensformen erstmals von Christine Büttner. Die attraktive Journalistin ist den Hörern von Antenne Bayern und der Bayerischen Lokalradios schon durch ihren Charme am Mikrofon vertraut. Ihren Studiogast, Professor Dr. K. Peter Sprinkart, der „München sucht seine sozialen Helden“ mitinitiiert hat, wird sie fragen, was das Social Business ausmacht.