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Wenn das Herz rast, der Magen zubetoniert scheint, die Nächte zergrübelt sind, dann ist oft Liebeskummer schuld. Seit der Spätantike bis ins 17. Jahrhundert hieß dieser Zustand Liebeskrankheit und war in jedem medizinischen Kompendium vermerkt. Als Gegenmittel wurden Spaziergänge, heiße Bäder, Aderlass, der mäßige Genuss von Wein und liebliche Musik empfohlen. Und heute?
In dieser Ausgabe porträtiert das Beratungsmagazin Lebensformen zwei Menschen und ihre heftigen Erfahrungen im Kampf mit den Liebesnöten. Lisa leidet unter der Trennung von ihrem Freund, obwohl sie selbst sich dazu entschieden hat: Sie wollte keine heimliche Dreiecksbeziehung mehr führen. Durch Gespräche mit einem Liebeskummer-Coach versucht die junge Frau, die getroffene Entscheidung im Herzen anzunehmen. Auch André war das Herz schwer, nachdem ihn seine Freundin nach acht Jahren Beziehung verlassen hatte. Gegen die innere Leere joggte und tanzte er energisch an und holte sich Beistand von Leidensgenossen und Freunden. 
Beiden hilft und half das Aussprechen ihrer Gefühle. Warum das so ist, erläutert Psychotherapeut Dr. Korbinian Höchstetter im Studiogespräch: „80 Prozent dessen, was wir tun und sagen, ist unbewusst. In dem Moment, in dem wir zu sprechen beginnen, hören wir uns selbst zu, hören wie wir sprechen, was wir sprechen, und da erst können wir erkennen, was wir empfinden und was wir gerade mit uns und unseren Mitmenschen anstellen.“ Danach beginnt Heilung.

Moderation Lui Knoll Filmbeiträge von Lia Jaspers Redaktion Hartmut Joisten |