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Im April zeigt das Magazin Lebensformen, was Seelsorge will: Die Kraft zum Menschsein stärken. Wenn Menschen an ihre Grenzen stoßen, ist die Kirche vor Ort: im Krankenhaus genauso wie beim Militäreinsatz im Ausland, im Gefängnis wie nach Katastrophen. Ursula Auginski porträtiert für Lebensformen drei engagierte Seelsorger: Pfarrer Reinhard Roth, der im Harlachinger Krankenhaus Patienten und ihren Angehörigen beisteht, Diakon Richard Strodel, der in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim Gefangene begleitet und Pfarrer Wolfram Schmidt, der sich gerade wieder aufmacht, um in Kundus (Afghanistan) für die Sorgen und Nöte der Soldaten ein offenes Ort zu haben.
So unterschiedlich die Einsatzorte dieser Seelsorger sind, so ähnlich ist ihr Anliegen: Menschen zu helfen, ihr Leben, ihre Krankheit, ihre Not anzunehmen und zu wandeln. Dies geschieht im persönlichen Gespräch wie im Gebet, durch tröstende und aufmunternde Worte oder durch Segensgesten, auch durch soziale Unterstützung. „Wer hier einsitzt“, ist Richard Strodel überzeugt, „ist gestraft genug. Der braucht den verzeihenden, den liebenden Gott.“ Manchmal hilft nicht das Wort, sondern die Geste, das Halten der Hand, die stumme Umarmung, um diesen Gott (für) wahrzunehmen. Inge Weißörtel, deren Lebensgefährte seit Monaten auf der Intensivstation mit dem Tod ringt, hätte nicht gewusst, wem sonst sie ihren Schmerz hätte anvertrauen sollen. „Das ist auch Seelsorge: da sein“, sagt Pfarrer Roth schlicht, mitgehen mit dem Anderen.
Tilmann Haberer, Gemeindepfarrer und Leiter der ökumenischen Lebensberatung in München, erläutert im Gespräch mit Moderator Hartmut Joisten, was es braucht, um Menschen in Lebenskrisen zu begleiten.
Filmbeiträge von Ursula Auginski Redaktion Hartmut Joisten
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