Home Sendungen 2008 Wo psychisch Kranke Arbeit finden
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Wo psychisch Kranke Arbeit finden Drucken E-Mail

Psychische Erkrankungen sind häufig − neun Prozent der deutschen Bevölkerung leiden darunter − und es werden immer mehr. Wer ein paar Monate in einer psychiatrischen Klinik war,

für den ist der Schritt zurück ins Arbeitsleben eine große Hürde. Überforderungsängste und Verhaltensunsicherheiten machen den Kranken zu schaffen.

Ursula Auginski stellt in dieser Sendung des evangelischen Beratungsmagazins Lebensformen zwei Projekte vor, die diese Hürde überwinden helfen.


In der Floristikwerkstatt Grün & Quer gewinnt die psychiatrie erfahrene Sonja H. wieder Zutrauen zu sich selbst. Ein paar Stunden die Woche kann sie unter fachlicher Anleitung

ihre Leistungsfähigkeit testen und vielleicht auch noch weiterentwickeln. Dass sie ihren alten Beruf als Ärztin an den Nagel hängen musste, dieser Schmerz bleibt. Wie die Integrations-Hilfen für psychisch kranke Menschen aussehen, das erläutert die Diplompsychologin Mirjana Adam vom Isar Amper Klinikum München Ost im Studiogespräch mit Moderator Hartmut Joisten.

 

Gunnar O., 39, kocht heute in der Kantine des Abfallwirt schaftsbetriebs München. Den gelernten Koch hatte der Stress am Herd krank gemacht. Die Diagnose: Burnout.

Nach einem Klinikaufenthalt erhält er nun kontinuierliche Unterstützung, damit er dem Berufsalltag auf Dauer gewachsen bleibt. Vermittelt hat dies der Verein Regenbogen e.V.,

den engagierte Mitarbeiter des Bezirkskrankenhauses Haar vor mehr als 20 Jahren gegründet haben. Er baut Brücken von der stationären Psychiatrie zum normalen Alltag.

Der Regenbogen ist ein schönes Symbol dafür, dass nach dem Blitz und Donner einer psychischen Erkrankung auch wieder die Sonne scheinen kann.

 

 

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