|
Michelangelo und Fontane, Verdi und Goethe blieben bis ins hohe Alter leistungsfähig, ja sogar kreativ. Damals war das die Ausnahme. Heute werden immer mehr Menschen immer älter, erleben ihre letzten Jahre jedoch oft ziemlich mühselig: „Wenn man in meinem Alter ohne jeglichen Schmerz aufwacht, kann man mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass man tot ist“, spasste Sonnyboy und Frauenschwarm Joachim Fuchsberger letztes Jahr. Da war der Schauspieler und Showmaster gerade 80 Jahre geworden.
Im Alter lassen Fähigkeiten und Kräfte nach, werden Wege beschwerlich und medizinische Dienstleistungen notwendig. Die meisten Menschen wollen dennoch in den eigenen vier Wänden alt werden. Wie geht das, wenn Angehörige nicht oder nur bedingt unterstützen können? Wie werden betagte Senioren gerade auf dem Land damit fertig, dass der Facharzt nicht um die Ecke wohnt und zum Einkaufen eigentlich ein Auto notwendig ist?, will das Beratungsmagazin Lebensformen wissen. Monika Manoutschehri schaute sich deshalb bei Senioren in der grenznahen Oberpfalz um.
Bei den einen übernimmt eine fachhauswirtschaftliche Betreuung das im Haushalt, was der alte Mensch nicht mehr selbst erledigen kann. Eine Vertreterin eines solchen Betreuungsdienstes aus dem niederbayerischen Malgersdorf erklärt im Studiogespräch mit Moderator Hartmut Joisten, wie sich ihr Angebot von dem eines Pflegedienstes unterschiedet, wie dem der Arbeiterwohlfahrt Vohenstrauß, der in den Lebensformen auch vorgestellt wird. Einen anderen Weg ist Hans Maier im 80-Seelen-Dorf Ödpielmannsberg gegangen: Dort hat der Sozialpädagoge ein ehemaliges Ferienhaus so umbauen lassen, dass darin acht Senioren betreut als Wohngemeinschaft zusammenleben können. Wie sich das anfühlt, erzählen zwei der betagten WGler. Da kommt einem die verwegene Mae West in den Sinn, die einst sagte: Alt werden ist nichts für Feiglinge.
zur DVD |