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Rechnen mit dem letzten Cent |
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Armut begegnet man heutzutage überall. Häufig trifft sie Alleinerziehende, Arbeitslose und alte Menschen. Wenn das Geld nur fürs Notwendigste reicht, bleibt nichts mehr übrig für einen Tierpark-, Kino- oder Theaterbesuch. Die Folge sind oft Ausgrenzung und Isolation. Wie es ist, arm zu sein in einer reichen Stadt, welche Probleme sich täglich ergeben und wie Betroffene mit ihrer Situation umgehen, das zeigt das Evangelische Beratungsmagazin Lebensformen in dieser Ausgabe.
Claudia Sch., 33, ist alleinerziehende Mutter zweier Töchter. Trotz abgeschlossenem Hochschulstudium und einer Festanstellung als Sozialpädagogin liegt ihr Einkommen am Rande des Existenzminimums. Sie wünscht sich bessere Aufklärung über die Rechte von Bedürftigen und speziell ausgebildetes Personal für Alleinerziehende bei den zuständigen Ämtern.
Erna M., 82, bleiben kaum 300 Euro im Monat zum Leben. Ihre gesamten Ersparnisse wurden aufgebraucht, als ihr Ehemann vor seinem Tod zum Pflegefall wurde. Wenn die Rezeptgebühren erhöht werden, die Tarife im Öffentlichen Nahverkehr steigen, Lebensmittel teurer werden, reißt das empfindliche Löcher in ihr sowieso schon knappes Budget. So besucht sie regelmäßig die „Kirchenküche“ der Evangelischen Versöhnungskirche in München-Harthof, wo sie für wenig Geld eine warme Mahlzeit erhält. Günter K., 64, ist Hartz IV-Empfänger und engagiert sich ehrenamtlich im Münchner Arbeitslosenzentrum, kurz MALZ. Damit auch Bedürftige am kulturellen Leben teilhaben können, organisiert er für sie unter anderem kostenlose Karten für Theater, Oper und Konzerte.
Lebensformen-Moderator Hartmut Joisten möchte von Studiogast Irmgard Ernst, Beraterin beim Münchner Arbeitslosenzentrum, wissen, wie in Not Geratene bei der Bewältigung ihrer Lebenskrise begleitet und unterstützt werden können. Und wie Betroffene und Nicht-Betroffene gemeinsam dafür Sorge tragen können, dass Hoffnung und neuer Mut entstehen. zur DVD |