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Alte Heimat - Neue Heimat |
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Nach der Öffnung Osteuropas sind aus der ehemaligen Sowjetunion etwa 300.000 Menschen allein nach Bayern gekommen − mit großen Hoffnungen im Gepäck. Andere Wertvorstellungen, geringe Kenntnisse von Sprache und Gesellschaftssystem hierzulande haben manch hochfliegenden Plan zunichte gemacht.
Wer für sich keine Chance auf dem Arbeits- oder Ausbildungsmarkt erkennen kann, hier keine Heimat findet, wird leichter lethargisch, gewaltbereit, suchtkrank oder depressiv − je nach persönlichem Temperament. Auch viele derjenigen, die sich ganz erfolgreich durch den deutschen Alltag kämpfen, fühlen sich den-noch entwurzelt. Lange hat die Sozialpolitik das Problem unterschätzt, überließ die Einwanderer mehr oder weniger sich selbst. Die blieben unter sich. Russenquartiere mit eigenen Läden und Einrichtungen entstanden. Was ein bisschen Nestwärme bietet, aber das Ankommen in der neuen Heimat auch nicht eben erleichtert. Kindergärten, Schulen, Kommunen und Polizei schlugen Alarm. Nun forcieren Sozialpolitik und Wohlfahrtsverbände die Aus- und Fortbildung gerade der jungen Immigranten, die immerhin mehr als ein Drittel der Einwanderer stellen. Axel Mölkner hat für das Beratungsmagazin Lebensformen Elena und Katja, Timur und Ale-xander in Nürnberg nach ihren Erfahrungen gefragt und einen Tag lang den evangelischen Aussiedlerpfarrer Helmut Küstenmacher in Ingolstadt begleitet. Junge Bäume schlagen schneller Wurzeln als ältere, doch damit die auch mal einem Sturm standhalten, braucht’s einen langen Atem und jemanden, der sie festhält − unverrückbar. Gast im Studio ist deshalb Peter Hilkes, der bayernweit Paten für jugendliche russlanddeutsche Zuwanderer sucht und koordiniert.
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