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Gemeinsam Wohnen im Alter |
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Vor dem Altwerden haben viele Menschen Angst. Nicht ohne Grund. Sie fragen: Werde ich eines Tages in meiner Wohnung vereinsamen, besucht nur von Altenpflegerinnen, die mich im Zehn-Minuten-Einsatz waschen und anziehen? Wird man mich noch für voll nehmen, wenn ich vergesslich und verwirrt bin?
Axel Mölkner ging für das evangelische Beratungsmagazin Lebensformen auf die Suche und fand drei Wohnformen, in denen Senioren - auch wenn die Kräfte schwinden - tun und lassen können, was ihnen gefällt. „Man muss zusammen ziehen, bevor man alt und schrullig wird“, sagten sich vor sechs Jahren fünf befreundete Paare in Nürnberg und taten sich zu einer Hausgemeinschaft in einem ehemaligen Hochbunker zusammen. In getrennten Wohnungen Gemeinsamkeit zu entwickeln und zu leben, heißt die selbst gestellte Aufgabe. Ganz konkret erfordert das nun etwa, sich gemeinsam in Altenpflege für den Notfall weiterzubilden. In Walkertsbrunn, einem Dorf in der fränkischen Schweiz, wohnen sieben Menschen im Alter von 30 bis 92 Jahren in einer betreuten Wohngemeinschaft zusammen. Jeder behält seinen privaten Freiraum und bekommt dabei die notwendige fachliche Unterstützung (durch Pflege, Mahlzeiten, Supervision). Das alte Anwesen mit Scheune und Garten sorgt für ein behagliches Ambiente und bietet Beschäftigung in Haus und Hof. Größer angelegt ist das Augsburger Wohnprojekt „Neue Wege“. Denn hier haben sich 17 Familien, Jüngere und Ältere, Paare und Alleinerziehende, in einer Genossenschaft zusammengefunden und ihre Hausanlage so geplant und gebaut, dass nachbarschaftliches und Generationen übergreifendes Wohnen und Leben möglich ist.

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