Home Sendungen 2006 Altern in der Fremde
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Altern in der Fremde Drucken E-Mail

1962 war es, da trällerte Conny Froboess unbeschwert von einer großen Sehnsucht: „Zwei kleine Italiener, die möchten gern zuhause sein“. Sieben Jahre zuvor hatte Deutschland die erste Anwerbestelle für „Gastarbeiter“ eingerichtet, erst kamen die Italiener, dann auch Arbeiter aus anderen Mittelmeer-Ländern. Sie wollten ein paar Jahre in der Fremde arbeiten und dann - den Erfolg im Gepäck - zurückkehren.

Mittlerweile sind viele Migranten, wie das heute heißt, kurz vor oder bereits im Rentenalter und immer noch da. Wegen der Kinder zum Beispiel. Und die „werden für die Eltern sorgen“, dachte Zula Zamani, 55, immer, heute sieht sie: „Das ist eine Utopie.“ Auch Vinka Mitrovic, 56, weiß nicht, wie sie im Alter mit einer Rente von knapp 300 € auskommen soll. Der Gang zum Sozialamt ist für beide unausweichlich. Als ehemaliger Facharbeiter bezieht Dimidrios Palangas, 64, immerhin eine anständige Rente. Dennoch ärgert er sich heute, dass sich seine Lebensplanung immer nur von Jahr zu Jahr hangelte.
Das evangelische Beratungsmagazin Lebensformen zeigt in seiner Ausgabe an drei typischen Migranten-Schicksalen, was eine kurzatmige Einwanderungspolitik bewirkt, die Arbeitskräfte suchte und Menschen bekam. Die - nach mehr als 30 Jahren Leben in Deutschland - nun hier alt werden, hier wie dort fremd sind, nicht gut deutsch sprechen, rentenrechtlich eine schwierige Erwerbsbiografie haben.

 

Das stellt die deutsche Altenhilfe vor große finanzielle, organisatorische wie emotionale Herausforderungen. Der Integrationsdienst für ältere Migranten der Inneren Mission München engagiert sich für eine kultursensible Altenhilfe. Die Leiterin, Volkswirtin und Sozialarbeiterin Milica Klose erläutert im Studiogespräch die Schwierigkeiten.

 

 

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