Home Sendungen 2005 Wenn die Tage dunkler werden
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Wenn die Tage dunkler werden Drucken E-Mail

Herbst - die Tage werden kürzer und die Abende länger. Mancher notiert, wie Rilke einst, der Sommer war groß, und das Herz weitet sich dankbar. Manchen treibt eineinnere Unruhe um, wenn die Blätter fallen, ahnend: wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr ... Auch im Herbst eines Lebens kann der Blick zurück lichterfüllt und heiter, aber auch dunkel und trübe sein.
Tiefs gehören zum Leben - und gehen auch wieder vorbei. Wenndie bleierne Müdigkeit aber Wochen anhält, Schuldgefühle und Grübeleien monatelang den Schlaf rauben, hat möglicherweise eine Depression den Menschen gepackt - noch zu oft unerkannt, von Ärzten übersehen und vom Umfeld missverstanden. Vier Millionen Deutsche leiden daran, rund 11 000 Betroffene setzen jedes Jahr ihrem Leben ein Ende. Bei alten Menschen ist sie die häufigste psychische Erkrankung.

Damit das anders wird, beschäftigt sich das evangelische Beratungsmagazin Lebensformen mit der Depression im Alter. Ein älteres Münchner Ehepaar erzählt, was es heißt, mit der Depression (auch der eines Partners) zu leben. LMU-Professor Ulrich Hegerl, 51, hat das Kompetenznetz Depression ins Leben gerufen und erläutert im Studiogespräch, woran man die Krankheit erkennt und wie man sie heilt. Denn: Depression ist kein Schicksal. Nicht im Herbst und auch nicht im Alter.

 

 

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