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Hartz IV und die Frauen Drucken E-Mail

Zum Jahreswechsel ist die letzte Stufe der Hartz-Reformen in Kraft getreten. Fordern und Fördern sei nun die Devise, sagt die Politik. Klingt gut. Und wie sieht die Praxis aus?

Birgit Künzl hat fürs evangelische Beratungsmagazin Lebensformen drei arbeitslose Mütter gefragt, was sich nun für sie ändert.
Zum Beispiel Andrea B., 41, die einen zweijährigen Sohn hat und keine Teilzeit-Stelle als Mediengestalterin findet. Sie kriegt künftig keinen Cent mehr, weil ihr Mann „zu viel“ verdient, das Familieneinkommen ist dadurch praktisch halbiert. Die neuen Anrechnungsformeln für das ALG II betreffen nach Expertenschätzungen mehr als 600.000 Frauen. Zum Beispiel Karin S., 42, allein erziehende Mutter eines 11-jährigen Sohnes und seit drei Jahren arbeitslos: Der Gesetzgeber kürzt die Regelleistung für den Sohn und streicht die einmaligen Zuschüsse für Kleidung, Fahrrad, Waschmaschine oder Schulranzen. Wie sie künftig über die Runden kommen soll, weiß sie nicht. Zum Beispiel Claudia M., 38. Die Physikingenieurin hat zwei Kinder im Alter von 8 und 5 Jahren und ist geschieden. Um den Wiedereinstieg in den Beruf zu schaffen, besucht sie derzeit ein Orientierungsseminar. Das läuft im März 2005 aus und wird auch nicht mehr fortgesetzt, denn Qualifizierungsmaßnahmen sind Kann-Leistungen des Staates. Danach muss sie um jeden Preis einen Job finden, zumutbar ist dann auch einer erheblich unterhalb ihrer Qualifikation. Ist Mutterschaft nach Hartz IV der sichere Weg in die Armut?

 

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