|
„Das Wort Familienbande hat einen Beigeschmack von Wahrheit“, mokierte sich einst schon Karl Kraus. Wer wüsste das nicht … Dennoch: Familienbande halten zusammen, auch wenn’s knirscht, setzen Grenzen für das, was sich das Mitglied erlauben darf, geben den Jungen Halt und den Älteren Hilfe.
Genau das ist es, was Sylvia S. (22) und Justina B. (48), Kerstin W. (43) und Ramona S. (23) zum Leben brauchen, weil sie depressiv oder psychotisch, aggressiv gegen sich selbst oder Borderliner, also seelisch krank sind. Solche Menschen gibt es in Deutschland immer mehr. Silvia, Justina, Kerstin und Ramona haben eine Pflegefamilie gefunden, die ihnen Familienbande gewährt - und damit den notwendigen Halt im Alltag sichert. Wie der für die Vier in ihren Pflegefamilien aussieht, zeigt die Sendung des Evangelischen Beratungsmagazins Lebensformen. Deutlich wird: Auch wenn die Vier die Mauern der psychiatrischen Einrichtungen verlassen konnten, ganz ohne fachliche Unterstützung geht’s nicht. Die bietet zum Beispiel die Sozialpädagogin Marion Thärichen an, die in der Herzogsägmühle, einer Einrichtung der Diakonie in Peiting, für die Familienpflege zuständig ist. Sie ist Gast im Studio, um dem Zuschauer zu erklären, was die psychiatrische Familienpflege leisten kann und für wen sie infrage kommt.

zur DVD |