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Der Name ist Programm: Lebensformen nennt sich das Beratungsmagazin des Evangelischen Fernsehens in München. In dieser Ausgabe stellt es eine besondere Lebensform vor, die des freischaffenden Künstlers, wie es offiziell heißt, was der Volksmund „armer Poet“ nennt.
Ursula Auginski portraitiert in dieser Ausgabe der Lebensformen drei Künstler, die für ihre Kunst leben und mit ihr, aber nicht von ihr. Der Fotokünstler Rainer Vinzent, 51 Jahre, wollte von früher Jugend an seine Träume ins Bild setzen. Und war damit erfolgreich - bis die Träume ausblieben, und er völlig ausgebrannt war. Heute vertreibt er Solar-Anlagen und widmet sich dem Fotografieren nur noch hobbymäßig. Daniela Walther malt mit Acryl auf Leinwand. Leben kann auch die 47-Jährige von ihren Bildern nicht, mithilfe ihrer Multimedia-Dienstleistungen erwirtschaftet sie sich die Butter aufs Brot. Und die Malerei hat die Autodidaktin in die knappe Freizeit verbannt. Michael Moroder, stammt aus einer Künstlerfamilie, hat an der Münchner Kunstakademie studiert und ist mittlerweile fast 60. Auf dem Kunstmarkt hat er sich – trotz bester Voraussetzungen - mit seinen Skulpturen nicht durchsetzen können. Das kümmert den leidenschaftlichen Bildhauer freilich wenig, denn „zur Not könne er auch von einem Hering pro Tag leben“ und den kann er sich auch durchs Musizieren verdienen. Wie die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Künstler verbessert werden können, darum geht es im Studiogespräch. Moderator Hartmut Joisten hat dafür Claudia Steurer ins Studio eingeladen, die selbst bildende Künstlerin ist und sich in der Fachgruppe Bildende Kunst von ver.di Bayern engagiert hat: zum Beispiel für Ausstellungshonorare und die Künstlersozialkasse. Damit wer für die Kunst lebt, auch von ihr leben kann. 
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