Home Sendungen 2004 Ohne Oma und Opa fehlt was
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Oma und Opa sind die Besten — das gilt in vielen Familien. Sie haben die Zeit, die die Eltern oft nicht haben. Sie haben die Gelassenheit, alle Warum-Fragen zu beantworten. Sie nehmen die Kinder oft ernster als es die Eltern im Stress des Alltags zu tun vermögen.

Doch wenn im Scheidungskrieg einer der Partner eine hohe Trennmauer aufbaut, dann werden manchmal auch Oma und Opa ins Abseits gedrängt. Schwierig für sie — und die Enkelkinder. Denn viele Großeltern hängen an ihren Enkelkindern wie die an ihnen.
Rein rechtlich haben sie schlechte Karten. Zwar räumt ihnen das Bürgerliche Gesetzbuch ein Umgangsrecht mit ihren Enkelkindern ein, allerdings nur, wenn das nachweislich dem Wohl des Kindes dient. Das müsste notfalls gerichtlich durchgesetzt werden. Den Gang zum Gericht scheuen aber viele Großeltern, weil sie die innerfamiliären Konflikte nicht weiter verschärfen wollen. Vor zwei Jahren ist deshalb die „Bundesinitiative GroßEltern von Trennung und Scheidung betroffener Kinder“ (BIGE) gegründet worden. Sie will auf das Problem aufmerksam machen.
Auch Helga Sigler ist eine Oma, die ihre Enkelkinder nicht mehr sehen darf. In dieser Ausgabe der „Lebensformen“ erzählt sie, wie es dazu kam und warum sie nun für BIGE aktiv ist. Das Beratungsmagazin stellt außerdem die Initiative „Kleine Kinder brauchen große Menschen“ aus Starnberg vor. Gast im Studio ist die Familientherapeutin Waltraud Weigand, die sich für eine Intakte Elternschaft trotz Trennung und Scheidung engagiert.

 

 

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