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Auch wenn die Hügel sanft gewellt sind und die Wiesen sommerlich-bunt leuchten - immer mehr junge Leute fliehen die ländliche Idylle. Sie ziehen zur Ausbildung hinaus in die Welt und kehren nie mehr zurück, da kann die Landschaft so viel Liebreiz entwickeln wie sie will. Die ernste Folge: Dörfer bluten aus, vergreisen nach und nach. Wie sich Kirche und Kommune, einzelne und Familien, Gruppen und Vereine in der mittelfränkischen Region Hesselberg diesem bedrohlichen Trend entgegenstemmen, erzählt das Magazin Lebensformen in seiner August-Ausgabe.
Landwirt Ernst Meyer in Ehingen baute seinen Kuhstall zu einem hochmodernen, elektronisch gesteuerten Melkbetrieb aus, damit sein Sohn Daniel seine Zukunft auf dem Familienbetrieb finden kann. Lilly Engelhard belebt mit ihrem Verein GenussErlebnis Kappelbuck das traditionsreiche Backhaus inmitten romantischer Streuobstwiesen, das Tagestouristen und Urlauber auf den Kappelbuck ziehen soll. Und in Mönchsroth kümmert sich die evangelische Kirchgemeinde intensiv um die Betreuung der Jüngsten. Das – in Verbindung mit günstigem Bauland - hat die junge Familie Götz aus dem benachbarten Württemberg veranlasst, sich genau hier niederzulassen.
Für Pfarrer Bernd Reuther, Leiter des Evangelischen Bildungszentrum am Hesselberg, ist die ländliche Region auch heute noch ein wunderbarer Lebensraum, der viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet, wenn die strukturellen Bedingungen stimmen. Wie die konkret noch verbessert werden könnten, um junge Menschen auf dem Land zu halten, fragt Moderatorin Christine Büttner Reuther im Studiogespräch. Familie Götz jedenfalls hat ihren Lebenstraum am Hesselberg bereits verwirklicht.
Filmbeiträge von Axel Mölkner-Kappl
Moderation Christine Büttner
Studiogast: Pfarrer Bernd Reuther, Leiter Evangelisches Bildungszentrum Hesselberg |